Samstag, 24. Januar 2015

Orangen-Joghurt-Kuchen - Ein Lichtblick im Winter

Draußen ist es grau in grau, der Rasen ist irgendwas zwischen schlamm-grün und braun und die Büsche recken ihre blattlosen Äste Richtung Himmel.

Ich mag den Winter. Mit Kälte, Schnee und Sonne. Aber nur am Land oder im Urlaub. In der Stadt kann ich es nicht brauchen. Der herrlich weiße Schnee verwandelt sich innerhalb kürzester Zeit in einen braun-grauen Matsch. Und wenn der Schnee dann weg ist, bleibt Müll, weil die Menschen es nicht schaffen, ihren Müll in Mülleimer zu werfen.

Bei so viel grau und braun braucht man Lichtblicke. Mein Lichtblick sind Orangen und Zitronen in wunderschönem, kräftigen Orange und Gelb. Und erst der Geruch... Hm... Zudem sind die Zitrusfrüchte für mich ganz gut verträglich, so dass ich sehr gerne Kuchen, Eis und Dessert damit mache. Natürlich kann man Orangen und Zitronen auch sehr gut bei salzigen Gerichten einsetzen. Schale oder Saft verleihen vielen Gerichten die perfekte Note und Frische.

Schon letztes Jahr im Winter habe ich einen sehr leckeren Kuchen mit Orangen im "Living at Home-Newsletter" entdeckt und seither mehrmals nachgebacken. Es ist ein Orangen-Joghurt-Kuchen, der mit Gewürzsirup getränkt wird. So ein saftiger Kuchen, das ist unglaublich!



Achtet bei den Orangen unbedingt darauf, dass ihr Orangen in Bio-Qualität verwendet. Unabhängig von diversen anderen Gründen ist es hier wichtig, da ihr für das Rezept auch die Schale verwendet.


Zutaten für eine 18cm-Springform:

Kuchen
2-3 Bio-Orangen (je nach Größe)
175 g griechischen Joghurt (10% Fett)
85 g Butter
150 g Zucker
1 Ei
210 g Mehl
1 TL Backpulver

Sirup
20 g Zucker
120 ml Wasser
1 Vanillestange
4 Kardamom-Kapseln
1 Zimtstange

Zubereitung:

Die Springform mit Backpapier auslegen/einspannen. Backofen auf 180° Ober-/Unterhitze vorheizen.

Orangen heiß abwaschen und abtrocknen. Nun die Schale abreiben und mit dem Joghurt mischen.

Von den Orangen die Schale abschneiden. Das mache ich so:

- Ober- und Unterseite gerade abschneiden, so dass man schon das Fruchtfleisch sieht, aber nicht zu viel.
- Die Orange nun aufstellen und mit einem großen, scharfen Messer die Schale entlang des Fruchtfleisches abschneiden. Es muss alles Weiße weggeschnitten werden.

Die Orangen nun in ca. 3 mm dicke Scheiben schneiden und in die Auflaufform legen. Die Orangen am Rand etwas hochziehen, so dass man sie später außen sieht (siehe Bild)

Butter und Zucker cremig schlagen. Das Ei gut unterrühren. Orangen-Joghurt, Mehl und Backpulver untermengen.

Den Teig auf die Orangen in der Springform geben. Dabei etwas aufpassen, damit sich die Orangenscheiben nicht verschieben.

Im Backofen ca. 50 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Da alle Ofen unterschiedlich backen, kurz vor Ende der Backzeit den Stäbchen-Test machen. Wenn kein Teig mehr am Holzstäbchen klebt, ist der Kuchen fertig.

Während der Kuchen im Ofen ist, den Sirup herstellen.

Zucker und Wasser in einen Topf geben und aufkochen. Vanilleschote aufschneiden und das Mark rauskratzen. Kardamom-Kapseln andrücken. Vanillemark und schote, Kardamom-Kapseln und Zimtstange in den Sirup geben. Topf vom Herd ziehen. Den Sirup ca. 30 Min. ziehen lassen.

Den Kuchen nachdem ihr den Kuchen aus dem Ofen geholt habt, sofort mit Sirup begießen. Dazu könnt ihr mit einem Schaschlik-Spieß in den Kuchen pieksen, dann nimmt er den Sirup noch besser auf. Kuchen noch 10 Minuten in der Springform stehen lassen. Anschließend aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.


P.S. Wenn noch Sirup übrig ist, könnt ihr ihn ohne die Gewürze in ein Schraubglas füllen und im Kühlschrank aufbewahren. Er schmeckt lecker im Kaffee oder in Süßspeisen wie Griesbrei.

Sonntag, 18. Januar 2015

Kartoffeln im Salzmantel mit Petersilien-Pesto

In meiner Kartoffelkiste lagen jede Menge kleine Kartoffeln. Um zu schälen waren sie viel zu klein, wegwerfen kommt auch nicht in Frage. Also habe ich nach Verwendungsmöglichkeiten für die kleinen Dinger gesucht. Vom Tapas-Essen kannte ich kleine schrumplige Kartoffeln in Salzkruste. Die wollte ich daheim machen. Also habe ich nach einem passenden Rezept gesucht und bin bei Essen &Trinken fündig geworden.



Die Kartoffeln sind richtig gut geworden. Außen salzig, aber nicht übersalzen. Innen weich. Dazu gab es ein Pesto aus Petersilie und Walnüssen, angelehnt an eine Mojo Verde.

Da es für eine Mahlzeit etwas viele Kartoffeln waren, habe ich aus den Resten einen Kartoffelsalat gemacht.

Zutaten:

Kartoffeln
1 kg kleine Kartoffeln
240 g Salz
1 l heißes Wasser

Pesto
1 handvoll Petersilie
ca. 30 g geröstete Walnusskerne
Salz
Pfeffer
Olivenöl

Zubereitung:

Kartoffeln ordentlich waschen. Das Salz in dem heißen Wasser auflösen und mit den Kartoffeln in einen großen Topf geben. Aufkochen lassen. Dann die Temperatur zurückschalten und die Kartoffeln offen ca. 15 Minuten (je nach Größe) köcheln lassen.

Backofen auf 200° vorheizen. Backblech mit Backpapier bereitstellen.

Die Kartoffeln abgießen. Auf das Backblech legen und im Backofen trocknen lassen, so dass sich eine dünne Salzschicht um die Kartoffeln bildet. Dabei gelegentlich umdrehen, damit sie gleichmäßig trocknen.

Für das Pesto alle Zutaten in einen Mixer geben und zu einer homogenen Masse mixen. Abschmecken und zu den Kartoffeln servieren.

Mittwoch, 7. Januar 2015

Gedanken zum Jahreswechsel und ein leckeres Orangen-Honig-Eis auf warmen Orangen-Carpaccio

Und schon wieder ist ein Jahr vorbei. Ein Jahr mit viel lernen, Prüfungserfolgen und tollen Momenten. Aber auch einer großen Traurigkeit, weil ich meinen geliebten Kater verloren habe. Ich vermisse ihn so sehr, dass ich es gar nicht in Worte fassen kann...

Für das neue Jahr habe ich ein paar Wünsche, von denen ich hoffe, dass Sie sich erfüllen. Bei ein paar muss ich selber ran, aber ich hoffe auch, dass "Schicksal" es gut mit mir meint.

Euch allen wünsche ich für das neue Jahr alles Gute, Gesundheit und Freude. Und dass ihr die schönen Momente richtig genießen könnt.

Habt ihr Vorsätze für das neue Jahr gefasst? Ich halte für mich nicht so viel von Vorsätzen, weil ich finde, dass man dafür kein "besonderes" Datum braucht. Man sollte immer gleich anfangen. Einer meiner Vorsätze jedoch ist, wieder Yoga zu machen. Durch meine Weiterbildung hatte ich dafür einfach keine Zeit und ich merke, wie sehr mir die Yoga-Stunden fehlen. Auch wenn die Weiterbildung noch ein knappes Jahr dauert, werde ich mit Yoga wieder anfangen.

Ein weiterer Vorsatz betrifft den Blog. Ich möchte wieder mehr bloggen und meinen Blog hübscher machen. Und einen neuen Namen wird es auch geben. Auch wenn mein Leben immer noch etwas chaotisch ist, bin ich dem Namen doch entwachsen.

Den Vorsatz "mehr bloggen" setze ich auch gleich in die Tat um. Und zwar mit einem Rezept für Orangen-Honig-Eis auf warmen Orangen-Carpaccio.

Ich finde, Eis kann man im Sommer wie im Winter essen. Im Sommer mag ich Sorbets, Fruchteis und leichtes Milcheis. Im Winter darf das Eis dann cremiger, reichhaltiger, "würziger" sein. Wie dieses Eis hier. Mit Orange, Honig und Kardamom. Zartschmelzend mit Crème Fraîche und Sahne. Würzig durch den Kardamom und fruchtig durch die Orange. Dazu warme Orangenscheiben in einem Sirup aus Orangensaft und Kardamom. Himmlisch!




Das Eis habe ich letztes Jahr schon mal probiert als Dessert zu einem orientalischen Abend. Es kam sehr gut an, so dass es seitdem ein fester Bestandteil unserer "Eiskarte" ist. Als Anregung habe ich ein Rezept aus der Living at Home Ausgabe 12/2005 genommen und es nach meinen Vorstellungen abgewandelt.





Zutaten:

Orangensirup

1-2 Bio-Orange(n)
8 Kardamomkapseln
75 g Traubenzucker (oder alternativ normalen Zucker)
3 El Zitronensaft

Eismasse

1 EL + 1 TL Speisestärke (Maisstärke)
230 ml Vollmilch
300 ml Sahne
50 ml Orangensirup (von oben)
40 g Crème Fraîche
50 g Honig

Zubereitung:

Orangensirup
Orange heiß abspülen, Schale fein abreiben. Den Saft auspressen (soll 150 ml ergeben). Kardamomkapseln andrücken, mit Orangensaft, Limettensaft und Traubenzucker sirupartig einkochen lassen.

Eismasse
Von der Milch 2 EL abnehmen und mit der Speisestärke vermengen.

Restliche Milch und Sahne aufkochen. Ca. 4 Minuten kochen, damit der Wasseranteil der Milch so gut wie möglich verkochen kann. Aufpassen, dass die Milch nicht überkocht.

Nun den Orangensirup durch ein Sieb in die heiße Milch gießen. Milchmischung vom Herd nehmen, die Milch/Speisestärke-Mischung einrühren. Unter Rühren noch mal aufkochen und so lange kochen, bis die Masse andickt. Vom Herd nehmen, Crème Fraîche und 50 g Honig unterrühren. Nun die Eismasse abkühlen lassen. Am besten über Nacht im Kühlschrank runterkühlen. Wer so ungeduldig ist wie ich, kann die Masse auch in eine Plastikschüssel füllen und in eine zweite, größere Schüssel Eiswasser (kaltes Wasser und Eiswürfel) stellen.

Die gekühlte Eismasse in den Gefrierbehälter der Eismaschine füllen und gefrieren lassen. Das Eis bei Bedarf im Gefrierschrank nachfrieren lassen.

Dienstag, 2. Dezember 2014

Urgetreidebrot

Mitte letzter Woche hat mich eine fiese Erkältung niedergestreckt. So erwischt hat es mich schon lange nicht mehr. So schniefe ich immer noch so ein bisschen vor mich hin, aber es geht mir wieder wesentlich besser. Also so eine Erkältung brauch ich echt so schnell nicht mehr. Hat sie doch auch meine Pläne für's Wochenende zu nichte gemacht. Ich wollte auf die Food & Life, ggf. zum Lieblings-Schweden und Plätzchen backen. Aber so hab ich vieeel geschlafen und mich ausgeruht. Aber nächstes Wochenende...

Obwohl es im Moment zeitlich knapp ist, schaffe ich es trotzdem, regelmäßig Brot zu backen. In der Küche stehen und kochen oder backen entspannt mich total. Vorausgesetzt, ich habe es vorher geschafft, einzukaufen. Wenn die Ergebnisse dann noch so zufriedenstellend sind, wie bei dem heutigen Rezept, ist doch alles super.

Das Urgetreide-Brot-Rezept habe ich von Ketex abgeschaut. Ich mag es besonders gern, da es nussig und durch die gerösteten Sonnenblumenkerne schön kräftig schmeckt. Das Brot schmeckt mit süßen und salzigen Aufstrichen sehr lecker. Und auch getoastet ist es toll. Ein Allround-Brot also.





Im Gegensatz zum Original-Rezept zerkleinere ich die Sonnenblumenkerne nicht, weil ich es liebe, auf die Kerne zu beißen. Und ich verwende keine Hefe, weil ich meistens keine frische Hefe im Haus habe. Ihr könnt das aber gerne zu machen, wie ihr wollt. Durch die Hefe wird das Brot luftiger.




mit Roggen, Emmer und Einkorn

Zutaten:

Sauerteig:
200 g Roggenvollkornmehl
200 g Wasser
20 g Anstellgut

Quellstück:
100 g Emmervollkornmehl
100 g Einkornvollkornmehl
13 g Salz
200 g lauwarmes Wasser

Hauptteig:
Sauerteig
Quellstück
220 g Roggenvollkornmehl
100 g geröstete und abgekühlte Sonnenblumenkerne
1 EL Salbei-Rosmarin-Honig, Alternativ: 1 EL normaler Honig

Zubereitung:

Die Zutaten für den Sauerteig verrühren und bei Zimmertemperatur ca. 16-18 Stunden reifen lassen.

Ebenfalls die Zutaten für das Quellstück verrühren und mind. 3-4 Stunden quellen lassen.

Am Backtag Sauerteig, Quellstück und alle restlichen Zutaten mit der Küchenmaschine zu einem Teig verkneten. Bei mir ist der Teig immer relativ klebrig.

Den Teig nun ca. 30 Minuten in der Rührschüssel ruhen lassen. Anschließend aus der Schüssel nehmen, nochmal durchkneten und zu einer Kugel formen.

Ein Gärkörbchen mit Mehl bestäuben und die Teigkugel hineinlegen. Abdecken und ca. 60-120 Minuten gehen lassen. Die Gehzeit hängt sehr von der Raumtemperatur ab. Da es in meiner Wohnung immer relativ kühl ist, gehen bei mir Teige relativ lange und meistens auch länger, als im Rezept angegeben.

15 Minuten vor Ende der Gehzeit, den Backofen auf 230° vorheizen. Eine ofenfeste Schale mit Wasser in den Ofen stellen, so dass Wasserdampf entsteht.

Wenn der Backofen gut eingeheizt ist, den Teigling auf ein mit Backpapier belegtes Backblech stürzen. Nach Belieben einschneiden und in den Ofen schieben.

Nach 15 Minuten die Schale mit Wasser aus dem Ofen nehmen und auf 180° zurückschalten. Weitere ca. 20-30 Minuten backen. Um zu testen, ob das Brot fertig ist, auf den Boden des Brotes klopfen. Wenn es sich schön hohl anhört, ist es perfekt.


Quelle: http://ketex.de/blog/brotrezepte/roggenbrot-mit-emmer-und-einkorn-urgetreide/

Sonntag, 23. November 2014

Kürbis-Kichererbsen-Curry



Ihr Lieben,

ich bin wieder da. Ich hänge gefühlt irgendwo zwischen dem nicht stattgefundenen Sommer, Herbst und der Vorfreude auf Weihnachten. Irgendwie vergeht dieses Jahr für mich schon wieder viel zu schnell. Erst der Prüfungsstress, nun der neue Job und schwupps ist Weihnachten. Die ganzen Projekte, die ich eigentlich für den Blog geplant hatte, haben aus Zeitmangel auch nicht stattgefunden. Aber nun gut, es hilft ja nix. Nicht jammern, sondern die Vorweihnachtszeit genießen.

Nach einem langen Spaziergang habe ich vor kurzem dieses Curry gekocht. Würzig, cremig, wärmend und sättigend. Entweder mit Reis oder Fladenbrot sehr lecker. Das Curry schmeckt auch aufgewärmt gut und ist ein prima Mittagessen im Büro.

mit Tomaten und Kokosmilch


Ich habe die genauen Grammzahlen von Kürbis und Kichererbsen nicht aufgeschrieben, macht es einfach nach Gefühl und Hunger. Ok, das ist vielleicht öfter einfacher gesagt als getan, aber ich hoffe, ihr kommt damit zurecht.

Zutaten:

1/2 Butternut-Kürbis, geschält und entkernt
1 handvoll gekochte Kichererbsen
1 Zwiebel, geschält und in Würfelchen geschnitten
2 Zehen confierter Knoblauch
ca. 300 ml Tomatenpassata
ca. 200 ml Kokosmilch
1 EL Curry, leicht scharf
Salz, Zitronensaft
Sesamöl

Zubereitung:

Sesamöl in einem Topf erhitzen, Knoblauch und Zwiebeln darin anbraten. Kürbis in ca. 1x1cm große Stücke schneiden und in den Topf geben. Kurz mit anbraten. Mit Curry bestäuben und anschwitzen. Mit Tomatenpassata und Kokosmilch ablöschen. Hitze zurückschalten und mit geschlossenem Deckel so lange köcheln lassen, bis der Kürbis weich ist.

Mit Salz und Zitronensaft abschmecken. Ggf. noch etwas Curry zugeben.

Mit Basmatireis oder Fladenbrot servieren.

mit Kokosmilch und Tomaten

Tipp: Kichererbsen aus dem Glas sind eine Alternative, besser schmecken aber eingeweichte und selbstgekochte Kichererbsen. Ich möchte aber gerne meistens spontan etwas mit Kichererbsen machen, deshalb koche ich immer eine ganze Packung getrocknete Kichererbsen und friere sie dann ein. Perfekt für eine schnelle Verwendung!