Freitag, 19. September 2014

Linsen mit Pfirsichen und Chili

Kennt ihr das? Ihr habt ein Kochbuch, findet es toll, habt bei vielen Rezepten ein "Einmerkerl" drin, weil euch alleine bei der Rezeptbeschreibung das Wasser im Mund zusammenläuft. Oder das Gericht so ansprechend fotografiert ist, dass man es am liebsten aus dem Buch mopsen will? So geht es mir mit dem Buch "Veggiestan" von Sally Butcher. Ich liebe orientalisches Essen und das Buch spricht mich sehr an. Die Beschreibungen der Gerichte sind traumhaft und alle Geschichten, Erläuterungen und Genüsse sauge ich in mich auf. Tja, nur leider ist es bisher beim Schmökern geblieben und ich habe kein Rezept aus dem Buch nachgekocht.





Das hat sich jetzt endlich geändert und ich habe mich, solange es Pfirsiche noch gibt, an die Linsen mit Pfirsichen und Chili gewagt. Ein tolles Gericht, das die Süße der Pfirsiche perfekt mit den säuerlichen Berberitzen und dem erdigen Aroma der Linsen vereint. Dazu ein schönes Fladenbrot und das Abendessen ist gerettet.

Zutaten:

75 g Berberitzen, in Wasser einlegen
1 große Zwiebel, fein würfeln
1 rote Paprika, würfeln
100 g - 120 g Butter
1 cm Ingwer
1 TL gemahlener Zimt
1/2 TL gemahlene Muskatnuss
2 TL Tomatenmark
250 g braune Linsen
550 ml Wasser, ggf. etwas mehr
Zitronensaft
1 EL brauner Zucker oder Rohrzucker
2-3 Pfirsiche
Entweder frische Chili oder getrocknete Chili-Flocken
Salz, Pfeffer



Zubereitung:

Zwiebel und Paprika in ungefähr der Hälfte der Butter in einer großen Pfanne (oder im Bräter) anbraten, bis die Paprika bissfest ist. Chili und Gewürze zufügen, Ingwer dazu reiben. Etwas anbraten, Vorsicht, dass die Gewürze nicht verbrennen. Tomatenmark und Linsen dazugeben und verrühren und mit Wasser aufgießen. Aufkochen lassen, die Hitze reduzieren und ca. 30 Minuten köcheln lassen. Die Linsen sollten bissfest sein, also nach 30 Minuten mal probieren und ggf. noch etwas weiter köcheln lassen. Bei Bedarf Wasser zufügen. Zucker unterrühren und mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Zur Seite stellen und warm halten.

Pfirsiche entsteinen und in Spalten schneiden. Butter in einer Pfanne erhitzen. Berberitzen abtropfen lassen. Die Pfirsiche und Berberitzen in die heiße Butter geben. Vorsicht, das kann spritzen. Ca. 2 Minuten braten, bis die Pfirsiche schön goldgelb sind. Unter die Linsen heben und servieren.


Quelle: Veggiestan von Sally Butcher

Sonntag, 14. September 2014

Tomatenessig

In meinem Garten wachsen wunderschöne Tomaten. Leider habe ich keine Ahnung, welche Sorte es ist. Ich
habe die Tomate im Hofladen eines Bio-Hofes gekauft und von einer Tomate die Samen getrocknet. Die Tomaten wuchern im Tomatenhaus und im Hochbeet und tragen viele Früchte. Nur irgendwie wurden die Tomaten nicht reif. Meine Mama und meine Oma hatten schon Unmengen an Tomaten, aber ich nicht. Daher gehe ich davon aus, dass es sich um eine späte Sorte handelt. Auch nicht schlecht.


Durch den Regen platzen die Tomaten leider sehr häufig auf. Entweder schon am Strauch oder wenn man sie pflückt. Wir essen auch die aufgeplatzten Tomaten, aber manche sind schon ziemlich weich. Davon mache ich dann Tomatenessig. Natürlich kann man auch Tomaten ohne Schönheitsfehler verwenden. ;-)





 Zutaten

1 Zweig Rosmarin (ca. 7-8 cm)
2 Zweige Thymian (ca. 6 cm)
2 Salbeiblätter
ca. 300 g reife Tomaten
1 kleiner Zweig Zitronenthymian
500 ml weißer Balsamico oder Weißweinessig

Zubereitung:

Ein großes, gut verschließbares Glas gut waschen und bereit stellen. Die Tomaten und Kräuter waschen und trocken tupfen. Kräuter in den Glas geben. Die Tomaten in Stücke schneiden. Je nach Größe entweder vierteln oder achteln. In das Glas geben und mit einer Gabel zerdrücken. Essig aufgießen und das Glas gut verschließen. Etwas durchschütteln und nun ca. 2-3 Wochen ziehen lassen. 







Mittwoch, 3. September 2014

Kartoffeln-Bohnen-Salat

Anfang August waren wir beim Töpfermarkt in Fürstenfeld. Fürstenfeld ist ein Stadtteil von Fürstenfeldbruck und nach dem Kloster Fürstenfeld benannt. Ich liebe die Klosteranlage und die Atmosphäre, die die Anlage ausstrahlt. Um die Anlage in meiner Nähe zu haben, würde ich glatt nach Fürstenfeldbruck ziehen ;-)

Wunderschön!Aber zurück zum Töpfermarkt. Seit Wochen habe ich auf den Termin hin gefiebert und meinen Freund damit genervt, an dem Wochenende ja nichts zu planen. Schließlich hatte ich nur gute Erinnerungen an den letztjährigen Markt. Leider wusste ich damals noch nicht, dass ich einen Brottopf brauche und habe somit auch keinen gekauft. Ich konnte mich aber an die wunderschönen Sachen erinnern.

Da ich nun regelmäßig Brot backe, stellte sich auch die Frage, wie das Brot lagern. Ich habe einen Brotbeutel aus Leinen, war damit aber nicht recht glücklich. Dann habe ich gelesen, dass Brottöpfe aus Ton das Brot frisch halten sollen. Leider habe ich im Handel keine schönen Töpfe gesehen, so dass ich den Entschluss gefasst habe, beim Töpfermarkt in Fürstenfeld zuzuschlagen. Ich habe einen wunderschönen Brottopf gefunden. Und eine schöne Kanne kam auch noch mit. Glücklicherweise hatten wir nur begrenzt Bargeld mitgenommen, so dass wir nicht in einen Kaufrausch verfallen konnten.

Gleichzeitig fand ein Bauernmarkt statt, den wir natürlich auch besucht haben. Der Bauernmarkt findet zweimal wöchentlich statt. Obwohl wir schon oft in Fürstenfeld waren, haben wir den Bauernmarkt immer verpasst. Ein so umfassendes Angebot an (Bio-) Obst und Gemüse, aber auch Getreideprodukte habe ich auf meinem Stadtteil-Markt noch nie gesehen. Ich war hin und weg! Wir haben dann auch zugeschlagen. U. a. haben wir diese violetten Bohnen gekauft. Sind sie nicht wunderschön? Leider verlieren sie beim Kochen die Farbe, so dass sie "gewöhnlich" grün werden.

Aus dem Bohnen und niederbayerischen Kartoffeln wurde dann ein leckerer Kartoffel-Bohnen-Salat mit Frischkäsedressing. Eigentlich kommt auch Mohn in das Dressing. Tja, leider war Mohn daheim aus, obwohl ich der Überzeugung war, dass ich noch welchen hatte. Egal. Das Dressing schmeckt aber auch ohne sehr gut und man hat anschließend keine schwarzen Kügelchen zwischen den Zähnen.



Der Salat schmeckt am nächsten Tag auch noch gut, allerdings sind die gebackenen Kartoffeln dann auch etwas durchgeweicht.


Zutaten:

450 g Bohnen
1 kg Kartoffeln, geschält
2 EL Olivenöl
Salz

Dressing:
65 g Frischkäse
2 EL Joghurt
1 TL Senf
2 EL Öl
2 EL Essig
1 EL Petersilie, gehackt
Salz, Pfeffer



Zubereitung:

Backofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Kartoffeln in Spalten schneiden, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und mit den 2 EL Olivenöl beträufeln. Mit Salz würzen. Im Backofen ca. 30 Minuten backen bis sie außen kross und innen weich sind.

Während die Kartoffeln im Ofen goldgelb werden, die Bohnen putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. Wasser in einem Topf aufkochen, salzen und die Bohnen darin ca. 2 Minuten garen. Mit der Schaumkelle aus dem Topf holen und kalt abschrecken. Beiseite stellen.

Für das Dressing alle Zutaten glattrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Kartoffeln aus dem Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. Mit den Bohnen in eine Schüssel geben und das Dressing vorsichtig unterheben.




Rezeptidee: Brigitte.de

Donnerstag, 28. August 2014

Wassermelonen-Gazpacho

An Wassermelonen-Gazpacho kommt man im Moment eigentlich nicht vorbei. Ich habe sie bei moey's kitchen und im Kuriositätenladen gesehen. Aber auch in diversen Food-Newsletter habe ich die kalte Suppe schon gesehen.

Fruchtig, süß, herzhaft!

Nachdem ich noch eine halbe Wassermelone im Kühlschrank hatte, habe ich die Suppe gleich ausprobiert. Und ich muss sagen, sie schmeckt wirklich herrlich erfrischend, fruchtig, frisch. Genau das richtige für schwüle Sommerabende. Ok, mit schwülen Sommerabenden ist es gerade schwierig, es ist nämlich kalt! Richtig kalt für August! Damit die Suppe aber nicht bis zum nächsten Sommer in der Warteschleife warten muss, nutze ich die Sonnenstrahlen heute um euch die Suppe zu zeigen.

Da ich rohe Zwiebel nicht gut vertrage, habe ich sie einfach weggelassen. Die Zwiebel bringt bestimmt etwas mehr Würze in die Suppe, ich habe sie aber nicht vermisst. Entscheidet einfach selber, ob ihr eine Zwiebel/Schalotte verwenden möchtet. Eine Knoblauchzehe kann sicherlich auch nicht schaden, aber hier ist es bei mir wie bei der Zwiebel, das vertrage ich nicht gut. Wenn mir der confierte Knoblauch nicht ausgegangen wäre, hätte ich bestimmt eine Zehe verwendet.


Zutaten:

900 g Wassermelone (ca. 600 g Fruchtfleisch)
600 g Tomaten (mit möglichst wenig Kernen; bei mir Ochsenherz und eine Schoko-Tomate)
300 g Gurke
1 handvoll Basilikumblätter
2-3 EL weißer Balsamico
Salz, Pfeffer, Olivenöl

Zubereitung:

Melonenfleisch in einen Mixer geben und glatt mixen. Ihr könnt auch einen Pürierstab
nehmen. Durch ein Sieb streichen und beiseite stellen.

Tomate und Gurke putzen, mit den Basilikumblättern ebenfalls fein mixen. Durch ein Sieb zur Wassermelone passieren.

Mit Salz, Pfeffer und weißen Balsamico abschmecken.

Im Kühlschrank gut durchziehen lassen. Vor dem servieren nochmal probieren, ggf. abschmecken und mit einem Schuss Olivenöl und einer Scheibe Baguette servieren.

Sonntag, 24. August 2014

Pestoschnecken


Wir waren zum Brunch bei Freunden eingeladen und ich habe angeboten, etwas mitzubringen. Aber was bringt man zu so einem Brunch mit? Die üblichen Verdächtigen, wie Tomate-Mozzarella, Käseplatte, Frischkäse, etc. wollte ich nicht mitnehmen, da das meistens eh von den Gastgebern vorbereitet wird. Ich wollte etwas backen, aber auch keinen Kuchen mitbringen. Also habe ich mich für etwas Herzhaftes entschieden. Pestoschnecken mit roten und grünen Pesto. Einfach, aber doch lecker. Perfekt.

Das Pesto habe ich nicht selber zubereitet, sondern eines von Alnatura verwendet. Ihr könnt das Pesto aber natürlich auch sehr gut selber machen. Wer mag, kann die Pestoschnecken mit Käse überbacken oder das Käse in die Schnecken einrollen.




Die Pestoschnecken eignen sich nicht nur für einen Brunch, sondern auch für ein Picknick. Deshalb reiche ich die Schnecken auch bei dem Blogevent "Lust auf Picknick?" von Meine Küchenschlacht ein. Ein tolles Blogevent, Stephanie.



Die Holz-Tortenplatte habe ich von meinem Papa bekommen. Ich habe im Internet eine ähnliche Tortenplatte gesehen und hab sie meinem Papa gezeigt. Und schon zu meinem Geburtstag habe ich dann gleich eine bekommen. Danke mein lieber, toller Papa!




Zutaten für eine 28cm-Springform:

500 g Mehl
1/2 Würfel Hefe (ca. 21 g)
1 TL Zucker
1 EL Salz
2 EL Olivenöl
300 ml Wasser

1 Glas rotes Pesto (120 g)
1 Glas grünes Pesto (120 g)


Zubereitung:

Den halben Hefewürfel in dem Wasser auflösen. Mehl mit Salz und Zucker mischen. Olivenöl und Hefewasser zugeben und zu einem glatten Teig verkneten. Eine Schüssel einmehlen oder einölen und den Teig darin abgedeckt ca. 1 Stunde gehen lassen. Das Teigvolumen soll sicher verdoppeln. Ggf. dauert das auch länger, es kommt auf die Temperatur, Luftfeuchtigkeit, etc. an.

Eine Springform mit Backpapier auslegen.

Den Teig aus der Schüssel nehmen, nochmal durchkneten und in zwei Teile teilen. Teig jeweils rechteckig ausrollen und mit Pesto bestreichen. Nach Geschmack salzen und pfeffern. Von der langen Seite her aufrollen und ca. 2 cm dicke Scheiben abschneiden. Die verschiedenen Pesto-Scheiben dicht an dich mit der Schnittfläche nach oben bzw. unten in eine Springform legen. Weitere 15 Minuten abgedeckt gehen lassen.

Den Backofen auf 200° Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Pestoschnecken in den Ofen schieben und ca. 20 Minuten goldgelb backen.